Auch SpaceX steht vor dem Absturz
Auch SpaceX steht vor dem Absturz
Golem.de: IT-News für Profis
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Der Höhepunkt jeder Unternehmensgeschichte ist nicht nur der Punkt des größten Erfolges, sondern auch der Punkt, ab dem es abwärts geht. Tesla hat diesen Punkt bereits im März 2023 erreicht und ist nach dem unvermeidlichen Abstieg in der Automobilindustrie heute so schwach geworden, dass Donald Trump öffentlich einen Tesla zur Stützung des Unternehmens und dessen Aktienkurses kaufen muss. Nun deutet alles darauf hin, dass SpaceX eine ähnliche Entwicklung bevorsteht.
Die beiden Explosionen des siebten und achten Starships in diesem Jahr sind dabei nur ein Teil des Problems, die allerdings spektakuläre Bilder lieferten. Es sind die wirtschaftlichen und politischen Aussichten, die für SpaceX zum größten Problem werden. Denn SpaceX und Starlink können nicht mehr unabhängig von Politik diskutiert werden, seit Elon Musk auf höchster Ebene der US-Wirtschafts-, Finanz- und Außenpolitik agiert. Das Raketengeschäft von SpaceX besteht hauptsächlich aus Starlink, einer Reihe lukrativer US-Regierungsaufträge und wenigen kommerziellen Missionen für andere Firmen und Länder, die eine niedrige Gewinnmarge haben. Den größten Umsatz macht SpaceX mit dem Betrieb von Starlink-Satelliten, eine globale Konstellation, die auf Geschäfte mit Privatkunden, Firmen und Regierungen auf der ganzen Welt angewiesen ist.
Im Endeffekt hat Musk ja mit dem Ausknipsen von Starlink in der Ukraine gezeigt, dass Starlink für andere Staaten militärisch nicht nutzbar ist, aber höchst praktisch. Das wird dazu führen, dass alle raumfahrenden Machtblöcke ihre eigenen Konstellationen aufbauen werden/müssen. Und natürlich werden sie das auch zivil nutzen wollen - für SpaceX bedeutet das dann extrem starke, staatlich subventionierte und abgesicherte Konkurrenz. Wir werden gerade im Bereich der KRITIS-Anwendungen auch ein Starlink-Verbot sehen, denn natürlich will kein Machtblock, dass die USA fleißig die Offshore-Bohrplattformen, die Marine oder Windkraftanlagen abschalten oder abhören kann, wenn es eine heimische, sicherere Alternative gibt. Ähnliches gilt sicherlich für Raketenstarts - noch vor ein paar Jahren hätte Europa das mit der ESA & Ariana vllt. gelassen und hätte sich alles von SpaceX ins All schießen lassen, aber nicht mehr in 2025. Das killt dann aber extrem das geplante Geschäftsmodell.